Wilde Zeiten: Das Sheriff-Department in den 90ern

San Andreas – Seit 1850 existiert das Zentrale Organ der Gesetzeshüter im Los Santos County. Damals noch Unterstützt von den sogenannten „Rangers“ – einer Organisation aus freiwilligen – hält diese heutzutage Recht und Ordnung im Gesamten County aufrecht und unterstützt die vielen anderen Police Departments. Egal ob Rockford Hills, West Vinewood, Davis oder Paleto Bay – das Sheriff Department hat eine lange Geschichte. Am meisten stechen jedoch die 90er Jahre heraus. Wir haben Mr. Brian Fox – ehemaliger Sergeant des Sheriff Department – zu seinen Erinnerungen an die 90er befragt.

Roll-Call: Deputies der Davis-Station posieren mit ihrem Lieutenant [1992]

„Die 90er waren wirklich hart. Jeder der denkt, die Gang-Kriminalität heute wäre schlimm, wusste nicht was damals in der Southside alles geschah.“

Man konnte wirklich zu keiner Zeit einfach nur ruhig Streife fahren. Zwar erließ man 1989 den sogenannten Roberti–Roos Assault Weapons Control Act, welcher zwar einige Handfeuerwaffen verbot, jedoch war dies in der dicht besiedelten und von Gangs durchzogenen Southside nicht wirklich durchzusetzen. Und so behielten viele Gangster ihre Handwaffen im Hosenbund, immer bereit um diese bei einer Auseinandersetzung auch zu nutzen.

Besser Vorsicht als Nachsicht: Bei Kontrollen war die Pump-Action Shotgun immer bereit

„Jeder war dein Feind. Ja sogar selbst andere Cops waren unsere Feinde. Viele ließen sich bestechen und verrieten Geheimnisse über einen wenn man nicht so wollte wie Sie. Und wenn es ganz blöd lief, dann rächten sich Gangster am Sheriff Department.“

Personen- und Verkehrskontrollen waren sehr stressreich. So ziemlich jeder in der Southside war bewaffnet und nicht gut auf die Cops zu sprechen. Nicht vergessen: Die bekannte CRASH-Unit des LSPD und das OSSB sorgten selbst für Terror und Angst. Klar war da die Schlussfolgerung: „Alle Cops sind Korrupt, wir können uns nur auf uns selbst verlassen.“ Auch wenn interne Abteilungen versuchten die korrupten Deputies herauszufiltern, standen diese einer Mammutaufgabe gegenüber. Das Image des LSSD wechselte in den 90ern täglich.

Alarm: Bei Raubstraftaten nutzte man lieber das große Besteck

Aber auch die Streife in Senora war eine größere Herausforderung. Im Gegensatz zur Stadt hatte man auf dem Land noch stärker mit Drogen zu tun. Die 90er hatten ein besonders großes Problem: Die Opioid-Krise. Praktisch an jeder Ecke konnte man sich eine Spritze von dem Sedativum besorgen. Und das wussten die Cops auch. Täglich kam es zu Verhaftungen wegen Drogenmissbrauchs oder Handel. In den meisten Fällen waren Waffen im Spiel. Das Sheriff Department hatte hierzu eine ungewöhnliche Bestellung aufgegeben: Tausende Schuss 12-Gauge.

„Jeder Black & White hatte einen oder sogar zwei Boomsticks, wie wir die Shotgun nannten. Direkt im Fahrerraum greifbar war dies die Waffe der Wahl. Die alten .38 Revolver waren zwar ebenfalls stark, aber nach 6 Schuss war Ende. Ich war deswegen ein großer Fan von den Halbautomatischen Waffen, welche als Standardoption während der späten 80er angeboten wurden.“

Überfallalarm: Die Banken waren ein großes Problem

Täglich kam es im County zu Raubstraftaten. 24/7 Stores, Schnapsgeschäfte oder Bankfilialen, alles hatte eine erhöhte Chance überfallen zu werden. Es gab fast keinen im County, der keinen Raub mitbekommen hatte. Und hier waren die Schießereien Länger. Vielleicht erinnert sich jemand an den Raub der Paleto Bay Savings Bank 1996. Vier schwerbewaffnete Gangster nutzten C4-Sprengstoff um den Tresor zu öffnen. Beim Eintreffen der Polizei startete eine Schießerei, welche 3 Stunden anhielt. Die Verbrecher hatten genug Munition für ein Regiment dabei. Ende vom Lied: 4 Deputies verstorben, drei schwer verletzt, alle 4 Täter verstorben.

Die heutige Zeit ist turbulent und unruhig. Aber man darf niemals vergessen, wie die Zeit in den 90ern aussah.